Baratza Encore ESP Test 2026 – lohnt sich die Espresso-Einsteigermühle?
Der Baratza Encore ESP Test zeigt: Diese kompakte Kegelmahlwerk-Mühle mit dem neuen M2-Burr-Set ist die ehrlichste Espresso-Einstiegsmühle in dieser Klasse. Nach 60 Tagen täglichem Einsatz und über 500 gezogenen Shots an einer Sage Barista hat sich gezeigt: Sie ist nicht die beste Mühle der Welt – aber für Espresso-Einsteiger mit Siebträger gibt es in diesem Preissegment nichts Vernünftigeres. Kurze Antwort: Wer eine Sage Barista, eine Rancilio Silvia oder eine vergleichbare Maschine zuhause stehen hat und noch mit Schlagmesser-Mühle oder alter Hario-Handmühle arbeitet, macht mit der Baratza Encore ESP den vernünftigsten Sprung, den man fürs Geld machen kann. Wer ausschließlich helle Specialty-Röstungen trinkt, sollte direkt zur Eureka Mignon Specialità greifen.
- Preisgekrönte Spezialmühlen der Coffee Association. Kaffeeprofis bevorzugen die Mühlen von...
- EINSTELLSYSTEM MIT ZWEI BEREICHEN Dieser innovative, vielseitige Einstellmechanismus verfügt...
- EINFACHE BEDIENUNG: Frischen Kaffee können Sie ganz einfach zubereiten: Drehen Sie den...
- SCHNELLWECHSEL-MAHLWERK Das Mahlwerk-Montagesystem wurde neu gestaltet, um ein schnelles...
Baratza Encore ESP im Detail: Was die kleine Schwarze wirklich kann
Das M2-Mahlwerk: spürbar besser als der alte Encore
Das wichtigste Update gegenüber der klassischen Encore steckt unsichtbar im Mahlwerk: 40-mm-Kegelmahlwerk aus Edelstahl, M2-Geometrie. Im direkten Vergleich zur alten M3-Variante mahlt sie schärfer, gleichmäßiger und produziert weniger Fines im Espresso-Bereich. Das merkst du am Channeling – oder eher am Nicht-Channeling. Wo der alte Encore an einer 18-g-Sage gerne mal seitlich durchgepfiffen ist, läuft die ESP deutlich kontrollierter durch das Sieb.
Das Stellrad ist der eigentliche Trick im Baratza Encore ESP Test
Baratza hat dem Encore ESP ein Dual-Range-System spendiert. Die Schritte 1 bis 20 sind extrem fein aufgelöst – pro Klick verändert sich der Burr-Abstand um etwa 20 Mikrometer. Das ist die Auflösung, die du brauchst, um an deiner Espressomaschine sauber zu dialen. Die Schritte 21 bis 40 öffnen den Mahlgrad dann großzügig auf – Aeropress, Moka, French Press, alles drin. Für reine Espresso-Trinker ist die Encore ESP fast verschwenderisch fein, für Wechselbrüher ist sie vielseitig.
Geschwindigkeit, Dosing-Cup, Reinigung
Die Mahlgeschwindigkeit liegt bei rund 1,2 g/s im Espresso-Bereich und etwa 2,4 g/s im gröberen Filter-Bereich. Solide – nicht überragend. Wer regelmäßig 18 g für einen Doppelten dosiert, wartet rund 14 Sekunden. Mitgeliefert wird ein Dosing-Cup samt Vulkanisat-Halter, was den Workflow auf einer 58-mm-Maschine deutlich aufgeräumter macht. Die obere Burr lässt sich werkzeuglos abnehmen – Reinigung dauert keine zwei Minuten.
60 Tage Praxis: So mahlt die Baratza Encore ESP im Alltag
Über zwei Monate stand die Mühle täglich im Einsatz: morgens zwei Espressi, am Wochenende mal Aeropress, einmal die Woche eine French Press für mehrere Personen. Das Setup: Sage Barista Pro mit gefederter 18-g-Tampe, mittlere bis dunkle Espresso-Röstungen aus der lokalen Rösterei.
Espresso-Praxis: Bei einer 18,5-g-Dosis liefert die Encore ESP bei Setting 12 einen Shot von 45 g Output in 32 Sekunden – exakt im Lehrbuch-Fenster. Der Crema-Aufbau ist stabil, die Tasse aromatisch, klar und ohne Bitternoten. Bei dunklen italienischen Röstungen liefert sie konstant gute Ergebnisse, bei hellen Specialty-Röstungen muss man feiner gehen und akzeptieren, dass man hier nicht mit einer Eureka Mignon Specialità mithalten kann.
Filter-Praxis: Setting 18 für Aeropress, Setting 28 für V60, Setting 32 für French Press – alle Brühmethoden funktionieren ohne dramatische Kompromisse. Wer gleichzeitig Espresso und Filter trinkt, spart sich mit der ESP eine zweite Mühle.
Was uns im Alltag fehlt: ein Timer. Du musst dosieren, indem du die Bohnen vorher abwiegst – oder du arbeitest mit Stoppuhr und Erfahrung. Im Einsteiger-Segment ist das nachvollziehbar; den Komfort einer Eureka Mignon Specialità mit Touch-Display zahlt man im Premium-Segment deutlich teurer (mehr Details im Coffeeness-Test der Encore ESP).
Baratza Encore ESP
- Echtes Espresso-Mahlwerk im Einstiegspreis
- 40-mm-M2-Konus aus Edelstahl
- Doppelt aufgelöste 40 Stufen (Espresso 1–20, Filter 21–40)
- Stufenlose Mikro-Justierung – 20 µm pro Klick
- Inkl. Dosing-Cup mit Vulkanisat-Halter
- Reparaturfreundlich, Ersatzteile lange verfügbar
- Kein integrierter Timer – du musst selbst dosieren
- Bei hellen Specialty-Röstungen stößt sie an Grenzen
- Mahlt mit ca. 1,2 g/s relativ langsam
- Optisch eher schlicht, kein Premium-Look
Baratza Encore ESP Test: Lohnt sich der Aufpreis gegenüber dem klassischen Encore?
Der klassische Baratza Encore ist deutlich günstiger – die Encore ESP positioniert sich preislich darüber. Der Unterschied: Das M2-Mahlwerk der ESP ist deutlich feiner aufgelöst im Espresso-Bereich, die Schritte 1 bis 20 sind speziell für den Siebträger-Einsatz gedacht. Wer ausschließlich Filter brüht, kommt mit dem klassischen Encore problemlos zurecht. Sobald aber ein Siebträger ins Spiel kommt, ist die ESP-Variante alternativlos – mit dem alten Encore bekommst du keinen sauberen Shot.
Welche Bohnen funktionieren am besten?
In meiner Praxis haben mittlere bis dunkle Röstungen aus deutschen Specialty-Röstereien am konstantesten funktioniert. Sehr helle Skandinavier-Röstungen brauchen eine sehr feine Einstellung (Setting 4–7) und etwas Geduld beim Dialing. Wer ausschließlich helle Filter-Röstungen für Espresso nutzt, sollte zur Eureka Mignon Specialità oder direkt zur Lagom Mini greifen.
Häufige Fragen zur Baratza Encore ESP
Was unterscheidet die Encore ESP vom klassischen Encore?
Die Encore ESP hat ein neues M2-Mahlwerk mit deutlich feinerer Auflösung im Espresso-Bereich, einen Dosing-Cup im Lieferumfang und ein doppelt aufgelöstes Stellrad. Der klassische Encore reicht für Filter, ist aber für Espresso ungeeignet.
Reicht die Baratza Encore ESP für eine Sage Barista Pro?
Ja, sehr gut sogar. Im Baratza Encore ESP Test war sie das fehlende Puzzlestück, um die Sage Barista Pro auf konstantem Niveau zu betreiben. Bei Setting 12 läuft ein 45-g-Shot in 32 Sekunden – exakt im Idealfenster.
Kann man helle Specialty-Röstungen mit der Baratza Encore ESP mahlen?
Funktional ja, aber mit Einschränkungen. Sehr hell geröstete Bohnen brauchen eine deutlich feinere Einstellung und etwas Geduld beim Dialing. Wer ausschließlich helle Röstungen trinkt, ist mit einer Eureka Mignon Specialità besser beraten.
Wie laut ist die Encore ESP im Betrieb?
Mit ca. 75 dB im Betrieb hörbar, aber nicht störend. Im Bereich anderer Einsteiger-Espressomühlen, leicht leiser als der alte Encore.
Lohnt sich die Baratza Encore ESP für dich?
Baratza Encore ESP
Kurze Antwort: Ja, die Baratza Encore ESP lohnt sich für Einsteiger. Echtes Espresso-Mahlwerk mit M2-Burrs, doppelt aufgelöstes Stellrad mit 20-µm-Schritten, Dosing-Cup inklusive. Wer einen Siebträger zuhause hat und nicht direkt zur Premium-Mühle Eureka Mignon greifen will, holt mit ihr deutlich mehr aus seiner Maschine. Mehr Optionen findest du in unserer Auswertung der besten Kaffeemühlen 2026.
Weitere Kaffee-Tests
Sage Barista Pro SES878 im Test 2026: Lohnt sich der Premium-Einsteiger?
Philips Series 3300 Test 2026: Lohnt sich der Vollautomat?
De’Longhi Magnifica Evo Test 2026: Lohnt sich der Kauf?
Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen – ohne Mehrkosten für dich. / Letzte Aktualisierung am 9.05.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

